Was machen Lernpaten?

Die Lernpaten sollen ihren Patenkindern Orientierungshilfen und praktische Unterstützung zukommen lassen. Die Kinder sollen damit die Chance bekommen, in ihren sozialen und emotionalen Fähigkeiten zu „wachsen“. In diesem Sinne gilt es zunächst ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, das von gegenseitigem Respekt zwischen Lernpaten und Patenkind geprägt sein soll. Soweit die Theorie.

In der Praxis nehmen die Lernpaten zunächst am Unterricht teil, um die Klasse, die Lehrer und die Regeln des Klassenverbandes kennen zu lernen. Nach einer ersten Phase der Eingewöhnung findet die Betreuung auch allein mit dem Patenkind in einem separaten Raum in der Schule statt. Oft wünscht sich das Kind, dass ihm bei der Nachbereitung oder Vertiefung des Unterrichtsstoffs geholfen wird. Es liegt dann am Lernpaten, die „Brücke“ zum Kind zu bauen und dessen Interesse über die schulischen Anforderungen hinaus auch auf andere Gebiete zu lenken. Dabei sind der Kreativität und den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt: gemeinsame Buchlektüre, Basteln, Spiele aller Art, Gespräche und vielleicht sogar einmal über kleine Ausflüge.

Im Übrigen wird der Lernpateneinsatz vom Patenkind und seiner Klasse als Privileg empfunden und von beiden in der unbefangen herzlichen Art dieser Altersgruppe deutlich zum Ausdruck gebracht!